MeerKunst-Akademie - Ausstellungseröffnung am 27.5.2026 um 16.30 Uhr
von Sabine von Hiller
Die Ergebnisse der diesjährigen MeerKunst-Akademie mit Frau von Hiller und Frau Pospischil-Geißler werden in einer kleinen, feinen Ausstellung im Schulgebäude zu sehen sein.
Zur Ausstellungseröffnung am 27.5.2026 um 16.30 Uhr im Foyer der Schule wird das Publikum Gelegenheit haben, durch seine Abstimmung zur Ehrung einiger junger Künstler beizutragen.
Auch die LiteraturAkademie wird in diesem Rahmen anwesend sein und einzelne Schüler eigene tolle Texte, die auf der Insel entstanden sind, vortragen.
Wir freuen uns auf interessierte Gäste, Sie sind herzlich eingeladen.
Texte von Sherza Moustafa und Rinesa Qarraj (Q1, eA-Kurs Kunst)
sowie Lennart Horn und Collin Müller (9f)
Die MeerKunst 2026 begann ungewöhnlich früh: Bereits um 6 Uhr morgens trafen wir uns, um gemeinsam mit dem Bus zur Fähre zu fahren. Noch etwas verschlafen, aber voller Vorfreude starteten wir in unser Inselabenteuer. Nach der Überfahrt erreichten wir Wangerooge und machten uns direkt auf den Weg zu unserem Inselheim. Schon unterwegs konnten wir es uns nicht nehmen lassen, erste Muscheln und kleine Fundstücke vom Strand zu sammeln. Dabei merkten wir schnell: Es war ziemlich kalt und vor allem sehr windig.
Gegen 10 Uhr kamen wir im Inselheim an. Wir hatten noch viel Zeit vor uns. Diese nutzten wir auch direkt kreativ: Am ersten Tag stand alles im Zeichen der Aquarellmalerei. Zunächst machten wir uns mit den Farben vertraut, da viele von uns vorher noch nie mit Aquarell gearbeitet hatten. Auf großen Papierbögen probierten wir verschiedene Techniken aus und gestalteten unter anderem kleine Motive wie Quallen, Federn und Muscheln.
Nach dem Mittagessen ließen wir uns vom Wetter nicht aufhalten und machten einen Spaziergang über die Insel. Dabei fotografierten wir verschiedene Gebäude und architektonische Details von Wangerooge. Da es draußen zu kalt zum Malen war, dienten uns die Fotos später als Vorlage. Zurück im Inselheim setzten wir die Motive mit Aquarell um. Der erste Tag war also nicht nur kreativ, sondern auch voller neuer Eindrücke - und trotz Wind und Kälte ein gelungener Start in unsere Fahrt.
Am zweiten Tag der Meerkunst-Akademie haben wir zuerst die gesammelten Fundstücke vom Strand wie zum Beispiel Muscheln, Äste und Sand sortiert und daraus eigene Kompositionen entwickelt. Frau von Hiller und Frau Pospischil haben uns mit vielen Ideen unterstützt, gleichzeitig konnten wir unsere eigenen Vorstellungen umsetzen. Wir haben mit Formen, Linien und der Anordnung der Materialien experimentiert und zunächst bunte Skizzen angefertigt. Je nach Idee haben wir unterschiedliche Formate gewählt.
Beim Gestalten der Hintergründe sind ganz verschiedene Bilder entstanden: Einige haben Meereslandschaften gemalt, andere sich an Wellen oder Sonnenuntergängen versucht. Während unsere mit Acryl bemalten Leinwände trockneten, hatten wir Zeit, einfach das Inselleben zu genießen: Manche haben Tischtennis oder Kicker gespielt, andere sind am Meer spazieren gegangen oder haben sich einfach ausgeruht.
Nach der Pause haben wir unsere Strandmaterialien mit einem speziellen Holzkleber auf die Leinwände geklebt – gar nicht so einfach, aber am Ende konnten alle stolz auf ihre Kunstwerke sein. Abends haben wir uns noch einmal als Gruppe getroffen, um eine etwas andere Art von Kunst auszuprobieren: In den auf dem Tisch verteilten Sand, den wir von draußen geholt hatten, haben wir zuerst einzelne Wangerooge-Motive mit den Händen gemalt und anschließend gemeinsam einen großen Fisch geformt.
Uns vier Jungs hat die Meerkunst-Akademie richtig viel Spaß gemacht. Wir haben Dinge ausprobiert, für die im Kunstunterricht oft die Zeit fehlt – kreativ, abwechslungsreich und überhaupt nicht langweilig. Die Stimmung war die ganze Zeit über fröhlich und entspannt, sodass man den Schulstress komplett vergessen und einfach zusammen Kunst am Meer erleben konnte.
Der dritte Tag auf Wangerooge begann wie gewohnt mit dem gemeinsamen Frühstück. Doch an diesem Morgen wurden wir positiv überrascht: Statt Kälte und starkem Wind erwartete uns sonniges und angenehm warmes Wetter, sodass es uns direkt nach draußen zog.
Nach einem kurzen Spaziergang suchten wir uns einen Platz am Meer, um mit unserer künstlerischen Arbeit zu beginnen. Anders als an den vorherigen Tagen arbeiteten wir direkt vor Ort und hielten unsere Eindrücke mit Aquarellfarben fest. Es war eine spannende Erfahrung, das Motiv unmittelbar vor Augen zu haben und unter freiem Himmel zu malen.
Nach der Rückkehr ins Inselheim gab es Mittagessen und eine Pause, die viele nutzten, um gemeinsam Zeit zu verbringen oder sich besser kennenzulernen. Einige spielten Volleyball, was bei dem guten Wetter besonders viel Spaß machte. Am Nachmittag gingen wir erneut in kleineren Gruppen nach draußen und setzten eigene Motive auf kleineren Formaten um.
Zurück im Inselheim beschäftigten wir drei Schülerinnen aus dem Leistungskurs uns außerdem mit Assemblagen und erstellten eigene Arbeiten. Diese Phase war intensiv und erforderte viel Konzentration, sodass wir am Ende des Tages ziemlich erschöpft waren. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Präsentation am Abend, bei der wir unsere Werke vorstellten. Zusätzlich lasen Schülerinnen und Schüler der Literaturakademie kurze Texte vor, was für einen schönen Abschluss sorgte.
Insgesamt war die MeerKunst-Akademie eine sehr schöne und produktive Erfahrung, die uns in guter Erinnerung bleiben wird.