Gemeinsam. Lernen. Leben.

Kinder- und Jugendhospiz zu Gast am NGW

von von Kathrin Engelmann

Am 9. Februar 2026 fand eine Veranstaltung zum Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven am NGW statt. Eingeladen waren alle Schüler/innen des 9. Jahrgangs in Begleitung ihrer Religion und Werte und Normen – Fachlehrkräfte, die im Unterricht das Themengebiet Tod, Sterben, Trauer mit ihren Kursen derzeit behandeln. Der Sozialpädagoge Yannick Tibbe und die Erzieherin und Trauerbegleiterin Kerstin Wegener stellten den Schüler/innen informativ und eindrucksvoll ihre wichtige Arbeit im Hospiz Joshuas Engelreich vor. Neben allgemeinen Fakten zur Arbeit im Hospiz wie den Aufnahmevoraussetzungen von Gästen (so werden im Hospiz die erkrankten Kinder und Jugendlichen genannt), der Aufnahmegröße von maximal 8 Gästen (und ihren Familienangehörigen)  zur selben Zeit und den Kosten eines Aufenthaltes erhielten die Schüler/innen tiefere Einblicke in das Leben im Hospiz anhand einer bilderreichen Präsentation mit zusätzlichen Erklärungen sowie der Möglichkeit Fragen zu stellen. Es wurden Bilder der Einrichtung unter anderem zur Geschwisterinsel, dem Kreativraum, dem Abschiedsraum, den Gastzimmern und dem Erinnerungsgarten gezeigt. Auf diese Weise wurde eindrucksvoll vermittelt, dass die Arbeit im Hospiz eine wichtige Entlastung für Familien mit einem schwer erkrankten Kind oder Jugendlichen darstellt, aber neben dem Sterben auch Raum für das Leben bewusst aufzeigt und auf vielfältige Art bietet wie durch besondere Erlebnisse für die Gäste und vielfältige Therapieangebote wie die Klangliege im Musikzimmer oder der Snoezel-Raum des Hospizes. Yannick Tibbe erklärte die besondere Belastung der gesamten Familie eines schwer erkrankten Kindes und verdeutlichte wichtige Ziele des Hospizes wie die Vermittlung von Resilienz und den Einsatz von festen Ritualen im Hospiz wie die Bilderrahmen-Gallerie von ihren Gästen und die Vogelhäuschen für Verstorbene im Erinnerungsgarten. Vor allem einen bewegenden und nachhaltigen Eindruck hinterließen die Schilderungen von den persönlichen Schicksalen der Gastkinder im Hospiz. Insgesamt konnte durch diese Veranstaltung ein umfassender, tiefer Einblick in die Arbeit im Kinder- und Jugendhospiz vermittelt werden und ihre gesellschaftliche Bedeutung ins Bewusstsein gerückt werden.

- Bild in der Aula des NGW (von links nach rechts: K. Engelmann, K. Wegener und Y. Tibbe)

- Bild vom Erinnerungsgarten im Hospiz mit den Vogelhäuschen der Verstorbenen