Gemeinsam. Lernen. Leben.

Gemeinsames Proben auf Wangerooge begeisterte NGW-Musiker

von Maria-Theresia Paetz, Jg.13 und Johanna-Franziska Paetz, Kl.7c

Mit freudigen Gesichtern und vom Wind durchgepusteten Haaren schauten die Musikerinnen und Musiker des Neuen Gymnasiums Wilhelmshaven am Donnerstag, dem 22. Januar, der Fähre entgegen, die sie in das schuleigene Inselheim auf Wangerooge bringen sollte. Denn wie jedes Jahr sollten dort auf zwei Musiktörns in der Woche vom 22. bis 29. Januar effiziente Proben für das bevorstehende Frühlingskonzert unserer Schule stattfinden.

Von Donnerstag bis Sonntag probten auf dem ersten Musiktörn die musikbegeisterten Schülerinnen und Schüler des großen Chores, der Big Band und der Young Brazz, die das erste Mal auf Wangerooge übten. Der Tag auf der Insel startete mit einem gemeinsamen Frühstück und anschließend wurden Dienste, wie Fegen, Putzen und Abwaschen erledigt, damit das Inselheim sauber blieb. Bis zum Mittagessen wurde geprobt und nach einer Mittagspause ging es damit munter bis zum Abend weiter. Für Abwechslung sorgten gemeinsame Spaziergänge oder Spieleabende. Trotz des vielen Probens, hatte man genug freie Zeit, um auch zwischendurch mit anderen zu spielen, sich zu entspannen oder draußen im Schnee zu toben. Das Endresultat der drei probenintensiven Tage spielten sich die Ensembles gegenseitig am Samstagabend in einem Wanderkonzert vor, bei dem die Ensembles von einem Probenraum zum anderen liefen. Jeder staunte darüber, wie viel man in so kurzer Zeit schaffen konnte.

Für die Schülerinnen und Schüler, die nur in einem der Ensembles mitwirken, hieß es am Sonntagnachmittag schon wieder Abschied nehmen. Denn das Orchester, die Musiklassen 5b und 6b sowie die Grace Notes und die Combo wollten im Inselheim proben. Am Montag kam der zweite Törn auf der Insel an, sodass es nun mit 126 Leuten sehr gut gefüllt war. Frau Fuchs, die die Törnleitung im zweiten Törn innehatte, hatte die Organisation aber ebenso gut im Griff, wie Herr Süß im ersten Törn, sodass die gemeinsame Zeit entspannt und schön verlief. Bis Donnerstag erklangen also neue verheißungsvolle Töne im Inselheim, die durch dessen Räume bis über den Deich getragen wurden und allen Musikerinnen und Musikern Freude und hartnäckige Ohrwürmer brachten. Die vollendeten Versionen der geprobten Stücke hörten die Ensembles aber wieder erst beim gegenseitigen Vorspielen am Mittwochabend. 

Als die Abfahrt am Donnerstag vor der Tür stand, brachte sie bei einigen Schülern des 13. Jahrgangs Tränen mit sich, weil diese Musiktörns für sie das letzte Mal gemeinsames Musizieren auf Wangerooge bedeutet hatten. Ohne das ausdauernde Engagement der Musiklehrkräfte, die nicht nur die teilweise lauten und anstrengenden Proben meisterten, sondern auch das Nachmittags- und Abendprogramm auf die Beine stellten und immer für die Fragen, Scherze und Sorgen der jungen sowie älteren Schülerinnen und Schüler offen waren, wären die Törns aber nicht zu dem besonderen musikalischen Ereignis des Jahres geworden, das sie für die Musikerinnen und Musiker des NGW schon immer waren und auch immer noch sind. 

Das zeugt davon, dass beim gemeinsamen Musizieren auf der Insel wunderschöne Momente entstehen, die alle Beteiligten aus diesen Musiktörns mit aufs Festland genommen haben. Etwas von diesem Musikzauber wird Anfang März in den Frühlingskonzerten des NGW zu spüren sein – wir freuen uns schon darauf!