Gemeinsam. Lernen. Leben.

Endspurt Abi

Ein Interview mit der Abiturientin Nete Jänicke Q2 Biologie Herr Ras

von Greta Sch., Kl. 7f

 

  • Wie hast du die Abizeit insgesamt erlebt und was war für dich die größte Herausforderung?

 

Die Abizeit war für mich die schönste Zeit meiner gesamten Schullaufbahn. In diesen Jahren ist unser Jahrgang unglaublich zusammengewachsen, und man hat nicht nur zu seinen Mitschülern, sondern auch zu vielen Lehrern ein viel engeres Verhältnis aufgebaut. Natürlich war es gleichzeitig auch die anstrengendste und stressigste Phase, weil der Druck und das Lernen intensiver wurden als je zuvor. Aber genau diese Zeit hat uns als Jahrgang geprägt und dafür gesorgt, dass man viele Momente gemeinsam erlebt hat, die einem lange in Erinnerung bleiben werden.

 

  • Wie hast du dich motiviert und vorbereitet – und was hat dir am meisten geholfen?

 

Der Gedanke an die schöne Zeit nach dem ganzen Lernstress hat mich oft motiviert, weiterzumachen, weil man irgendwie immer wusste, wofür sich die ganze Mühe lohnt. Außerdem haben wir viel gemeinsam mit anderen in der Bibliothek gelernt, wodurch selbst das Lernen etwas Schönes hatte. Gerade dieses gemeinsame Durchhalten hat dafür gesorgt, dass man sich manchmal sogar auf das Lernen gefreut hat.

 

  • Worauf bist du im Nachhinein besonders stolz?

 

Ich bin echt stolz darauf, dass ich es geschafft habe, Chemie, Bio und Mathe gleichzeitig zu lernen und damit auch früh genug angefangen habe. Gerade diese Fächer waren teilweise echt anstrengend und haben viel Zeit gekostet, deshalb fühlt es sich jetzt umso besser an, das alles hinter mir zu haben und zu wissen, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat.

 

  • Wie war die Stimmung während der Mottowoche und welches Motto/Erlebnis ist dir besonders im Kopf geblieben?

 

Ich fand die Mottowoche, obwohl wir nicht so viel machen durften, trotzdem eine wirklich schöne Zeit. In diesen Tagen hat man Erinnerungen gesammelt, die man wahrscheinlich nie wieder vergessen wird. Es war einfach ein besonderer und emotionaler Abschluss unserer Schulzeit. Dabei hat man erst richtig realisiert, dass die ganzen Jahre eigentlich doch gar nicht so schlimm waren, und der ein oder andere musste dabei auch eine Träne unterdrücken.

Viele der Mottos fand ich echt gelungen, und es war schön zu sehen, wie viele mitgemacht und sich dabei richtig Mühe gegeben haben. Am besten hat mir aber das Motto „Kindheitshelden“ gefallen, weil es einfach lustig und gleichzeitig schön war, so viele verschiedene Figuren aus der Kindheit wiederzusehen.

 

  • Was wirst du aus deiner Schulzeit am meisten vermissen?

 

Am meisten werde ich wahrscheinlich die kleinen Momente vermissen, die damals selbstverständlich wirkten. Dieses tägliche Zusammensein mit Freunden, das gemeinsame Lachen im Unterricht, die Gespräche auf dem Flur oder kurz vor Klassenarbeiten. Schule war nicht nur Lernen, sondern auch ein riesiger Teil unseres Lebens. Dort sind Erinnerungen entstanden, Freundschaften gewachsen und wir haben uns gegenseitig durch stressige, aber auch wunderschöne Zeiten begleitet.

 

  • Was nimmst du für deine Zukunft mit und was sind deine nächsten Pläne?

 

Für meine Zukunft wünsche ich mir vor allem, glücklich zu werden und meinen eigenen Weg zu finden. Die nächsten Schritte machen mir ehrlich gesagt auch ein bisschen Angst, weil jetzt vieles neu und ungewiss ist. Aber gleichzeitig freue ich mich darauf, neue Menschen kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln.

 

  • Welchen Rat würdest du zukünftigen Abiturienten geben?

 

Macht euch nicht kaputt wegen Noten. Natürlich ist das Abitur wichtig, aber eure mentale Gesundheit und eure Erinnerungen sind wichtiger. Viele von euch werden später nicht mehr wissen, welche Note sie in Mathe hatten, aber sie werden sich daran erinnern, mit wem sie gelacht haben und welche Momente sie glücklich gemacht haben.

Und vor allem aber: Genießt die Zeit bewusster. Auch wenn Schule oft nervig war, wird euch irgendwann auffallen, wie schnell alles vorbei gegangen ist. Manche Tage, die sich damals ganz normal angefühlt haben, werden später zu den Erinnerungen, die man am meisten vermisst.